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Montag, 24. Dezember 2012

Wie geht es Dir?


Der Mann hastet durch die weihnachtliche Einkaufsstraße. Er muß wohl um die 40 Jahre alt sein, dem Äußeren nach zu urteilen. Der Mann schwitzt und keucht; früher war er besser in Form gewesen. In der linken Hand trägt er einen Aktenkoffer, in der rechten zwei riesige Einkaufstaschen. Darin befinden sich allerlei Geschenke, denn heute abend ist DER Abend: Heiligabend. Plötzlich steht da dieses kleine Mädchen im Wege; die beiden stoßen zusammen und stürzen zu Boden.
„Mensch, paß doch auf, kleines Ding!“ herrscht er das Mädchen an, während er sich aufrappelt.
„Was hab ich denn getan?“ fragte das Mädchen mit zittriger Stimme. Sie ist ungefähr 8 Jahre alt.
„Warum schaust Du nicht, wohin Du gehst?“
„Aber Du hast mich doch umgerannt.“ Sie fängt an zu weinen.
Dem Mann tut es leid.
„He, Kleine, war ja nicht so gemeint. Ich bin nur ziemlich im Streß. Habe es eilig.“ Nervös blickt er auf seine Uhr.
„Aber deswegen mußt Du doch nicht so böse sein.“ Das Mädchen wischt sich mit den Händen die Augen trocken.
„He, es tut mir leid, Kleine. Komm, ich spendier was Süßes. Als Entschuldigung.“ Eigentlich hat er ja keine Zeit, muß noch die restlichen Geschenke einkaufen. Aber gut, fünf Minuten.
Die Augen des Mädchens strahlen. „Danke, das ist lieb von Dir.“
Der Mann betrachtet die kleine Gestalt vor sich. Sie wirkt sehr ärmlich angezogen, aber sie strahlt auch etwas seltsam Reifes aus. Ihr Gesicht ist ungewöhnlich ernst, aber es erscheint auch sehr friedlich. Die langen, dunklen Haare stehen in starkem Kontrast zu ihren wunderschönen, strahlendblauen Augen.

Der Mann kauft eine Tüte Süßigkeiten, dann setzen sich beide auf eine Bank in der Einkaufszone.
„Hast Du es immer so eilig?“ fragt das Mädchen.
„Ja, meistens. Und heute besonders, es ist ja Heiligabend. Ich muß doch noch Geschenke kaufen.“
„Aber Du hast doch schon so viele, oder nicht?“ fragt das Mädchen mit einem Blick auf die beiden Einkaufstaschen.
„Ja, da hast Du recht. Man soll es auch nicht übertreiben.“
Die Augen des Mädchens richten sich auf sein Gesicht. Sie hat unglaubliche Augen; fast ist es dem Mann, als würde sich ihr Blick in seine Seele bohren und dort nach etwas suchen.
„Warum rennen die Erwachsenen immer so?“ fragt das Mädchen.
„Weil sie es eilig haben, Kleine. Es gibt viel zu tun, viel zu erledigen. Wir haben nicht soviel Zeit wie Kinder.“
„Was meinst Du?“
„Na, genieße lieber die Zeit, in der Du hier noch spielen kannst. Wird nicht mehr lange währen.“ Im gleichen Moment, in dem er diese verbitterte (neiderfüllte?) Antwort gegeben hat, ärgert er sich darüber, dies einem Kind gegenüber getan zu haben.
„Werde ich als Erwachsener nicht mehr spielen können?“ will das Mädchen wissen.
„Doch, wenn Du Zeit dazu hast“, antwortet der Mann, um sie zu beruhigen.
„Aber ich spiele doch jetzt auch nur, wenn ich Zeit dazu habe.“
„Ja, nur wirst Du später kaum noch Zeit dazu haben.“
Das Mädchen blickt einen Moment zu Boden. „Spielst Du noch manchmal?“
Der Mann schaut das Mädchen verwundert an. „Nein, ich spiele nicht mehr.“
„Warum nicht?“
„Das ist, glaube ich, immer so, wenn man erwachsen wird. Man spielt dann nicht mehr.“
„Ist es denn dann verboten?“
„Nein, Kleine, natürlich nicht.“
„Hast Du denn nicht gerne gespielt?“
„Doch, ich habe sogar sehr gerne gespielt.“
„Aber wenn es nicht verboten ist, und wenn es Dir Spaß macht, warum spielst Du dann nicht mehr?“

Der Mann blickt nervös drein. Erinnerungen werden wach. Erinnerungen an diese großen Blumengewächse, die hinten im Garten des Hauses der Großeltern standen, und deren farbenprächtige Blüten so himmlisch dufteten. Beinahe ist es ihm, als läge dieser Wohlgeruch in der Luft, als könne er diese Blumen wieder riechen, jetzt, nach all der langen Zeit. Warum kommt ihm bei Erinnerungen an seine Kindheit immer wieder dieses Bild in den Sinn, wie er gemeinsam mit seinem Großvater vor diesen Blumen steht? Mitten im Sommer. Warum immer dieses Bild?

Ein Zupfen an seinem Mantel reißt ihn aus seinen Gedanken.
„Träumst Du?“ fragt das Mädchen.
„Nein, nein. Entschuldigung.“
„Warum also spielst Du nicht mehr?“
„Weil ich keine Zeit mehr dazu habe. Ich muß viel arbeiten.“
„Macht Dir denn die Arbeit Spaß?“
„Ehrlich gesagt, nicht mehr richtig. Sie hat mir mal sehr viel Spaß gemacht, aber jetzt nicht mehr.“
„Warum gehst Du dann noch dahin?“
„Weil ich Geld verdienen muß.“
„Wofür?“
„Ich habe eine Frau und einen kleinen Jungen. Ich muß das Essen und die Wohnung bezahlen.“
„Magst Du Deine Frau und Deinen Jungen?“
„Ja, natürlich mag ich sie. Ich mag sie sogar sehr.“
„Und sie mögen Dich auch?“
„Natürlich!“ erwidert der Mann in fast schon barschem Ton.

Aber er weiß, daß es nicht so ist. Es ist nicht selbstverständlich, es ist nicht keiner Frage wert. Wie oft sieht er seine Frau und seinen Sohn? Wann nimmt er die beiden bewußt wahr? Während der Woche unzählige Überstunden, Dienstreisen, Geschäftsessen. Am Wochenende endlich Zeit für seine Hobbies...

„Bist Du jetzt böse mit mir?“
„Nein, Kleine, sicher nicht. Tut mir leid.“
„Ist doch nicht schlimm.“
„Weißt Du, manchmal hasse ich mein Leben, so, wie es ist. Das gehört wohl auch oft zum Erwachsensein dazu.“
„Was heißt das?“ Mit großen Augen schaut das Mädchen den Mann an.
„Was genau meinst Du?“ fragt der Mann nach.
„Du hast gesagt ‘manchmal hasse ich mein Leben‘. Was heißt das? Ich kenne das nicht.“
„Das ist schwierig zu erklären. Und vielleicht auch nicht das Richtige für Dich.“
„Ich möchte es aber wissen!“ Die Augen des Mädchens blitzen. „Immer sagen die Erwachsenen, das wäre noch nichts für mich, ich würde es noch nicht verstehen.“
„Gut, ich will´s versuchen. Hast Du schon einmal richtig Angst gehabt?“
„Ja, schon sehr oft.“
„Siehst Du, wenn Du richtig Angst hast und glaubst, jemand anders trägt daran die Schuld oder könnte etwas dagegen tun, dann bekommst Du so ein Gefühl wie Haß.“
„Also, wenn ich Angst habe und mir keiner hilft, dann hasse ich?“
„Hm, nein, so einfach auch wieder nicht. Es muß mehr sein.“
„Was meinst Du mit ‘es muß mehr sein‘?“
„Warte, ich versuch es anders. Stell Dir vor, Du wünscht Dir etwas von ganzem Herzen, und Du bekommst es nicht. Es gibt jemanden, der könnte es Dir erfüllen, aber er tut es nicht. Dann bekommst Du so ein Gefühl wie Haß.“
„Also hasse ich, wenn ich mir etwas von jemandem wünsche und es nicht bekomme?“
„Nein, das wäre auch zu einfach. Es muß mehr sein!“
„Was meinst Du dann mit ‘es muß mehr sein‘!“
„Ich weiß nicht, wie ich es Dir erklären soll. Haß ist ein ganz böses Gefühl, ein ganz böser Gedanke. Er macht Dich blind, er macht Dich böse, er macht Dir ein trauriges Gesicht. Du fühlst Dich dann manchmal richtig matt, ganz so, als wärest Du krank. Es ist schwierig, das zu beschreiben. Aber Haß hat auch immer etwas mit Sehnsucht zu tun.“
„Sehnsucht!“ strahlt das Mädchen, weil es ein Wort aus der „Erwachsenen-Welt“ kennt. „Das kenne ich. Ich weiß, was das ist.“
„Du weißt, was Sehnsucht ist?“ fragt der Mann verwundert.
„Ja, ich weiß das.“
„Erklär es mir“, sagt der Mann neugierig.
„Sehnsucht ist, wenn Du Dir jemanden wünscht, der Dich lieb hat; jemanden, der Dich in den Arm nimmt, einfach nur so; jemanden, der Dich ins Bett bringt und Deine Hand hält, bist Du eingeschlafen bist; jemanden, der Dir morgens das Butterbrot schmiert und Dir heißen Kakao in eine große Tasse gießt. Wenn Du Dir sojemanden wünscht, aber keiner da ist, dann ist das Sehnsucht.“
„Aber Kleine, machen denn das Deine Eltern nicht für Dich?“
Das Mädchen sieht traurig zu Boden. „Ich habe keine Eltern mehr; sie sind tot.“
„Aber wo wohnst Du denn jetzt?“
„Ich wohne mit meinem Onkel zusammen.“
„Kleine, das tut mir sehr leid, das mit Deinen Eltern, wirklich.“
„Es braucht Dir nicht leid zu tun; Du kannst doch nichts dafür.“ Immer noch hält das Mädchen den Kopf gesenkt, aber der Mann kann die Träne, die die Wange des Mädchens herunterkullert, sehen. Unfähig, sie in den Arm zu nehmen oder anderweitig zu trösten, reicht er ihr ein Taschentuch.

„Danke!“ sagt das Mädchen. Sie trocknet sich die Augen und schaut ihn an. „Weißt Du was?“
„Nein, sag´s mir.“
„Ich möchte nicht erwachsen werden. Wenn ich erwachsen bin, dann kann ich nicht mehr spielen, ich werde traurig sein, ich werde hassen.“
„Nein, nein, so ist das nicht, Kleine. Erwachsensein ist auch schön. Du wirst auch viel Freude haben.“
„Du siehst nicht fröhlich aus. Du lachst nicht. Warum lachen Erwachsene so wenig? Ich möchte nicht erwachsen werden.“
Der Mann möchte noch etwas erwidern, aber das Mädchen kommt ihm zuvor. „Ich muß jetzt heim, es ist schon spät und nachher ist ja noch Bescherung.“ Sie lächelt wieder.
„Natürlich. Ich fahr Dich heim, okay?“
„Ach, das brauchst Du nicht. Ich wohne nicht weit von hier, gleich neben dem Bahnhof.“
„Nein, ich bringe Dich heim. Es ist kalt, und außerdem fängt es an zu schneien.“

Sie fahren mit seinem Wagen durch die Stadt, Richtung Bahnhof. Das Mädchen weist ihm den Weg, bis sie dann schließlich vor ihrem Zuhause anhalten. Es ist das Obdachlosenheim.
„Hier wohnst Du?“ fragt der Mann erschrocken.
„Ja“, lächelt das Mädchen, „hier wohne ich.“
Dann fängt sie an zu lachen. „Warum schauen mich alle immer so merkwürdig an, wenn sie erfahren, wo ich wohne? Ich muß doch irgendwo schlafen. Und ich muß jetzt auch los, sonst bekomme ich Ärger. Darf ich Dich noch etwas fragen?“
„Natürlich, Kleine.“
„Du hast gesagt, Du hast nie Zeit zum Spielen. Auch nicht mit Deinem Jungen?“
„Doch, natürlich.“ Aber er lügt, und er weiß das.
„Dann ist ja gut. Mach´s gut, es war schön, mit Dir zu sprechen.“
Das Mädchen öffnet die Tür, steigt aus und winkt noch einmal. Der Mann winkt zurück.

Als das Mädchen schon die wenigen Stufen zum Eingang des Heims hochgelaufen ist, hält es noch einmal inne, dreht sich um und kommt zurück. Sie öffnet die Fahrertür, umarmt den Mann und gibt ihm einen Kuß auf die Wange.
„Fröhliche Weihnachten Dir und Deiner Familie.“ Dabei strahlt sie über das ganze Gesicht, bis sie seine Tränen sieht. „Warum weinst Du?“
„Ach, es ist nichts“, lügt er. „Ich weine immer zu Weihnachten. Mach´s gut, Kleine. Und auch Dir ein Frohes Fest.“

Als der Mann dann heimkommt, läßt er die Einkaufstaschen mit den Geschenken im Wagen. Seine Frau sieht in verwundert an.
„Wo warst Du denn so lange? Ich habe mir Sorgen gemacht.“
„Ach, ich habe unterwegs noch einen Bekannten getroffen. Wir haben uns verquatscht. Tut mir leid.“
„Und die Geschenke? Hast Du die Geschenke für den Kleinen?“
„Warte es ab!“

Als dann die Bescherung eingeläutet wird, da liegen unter dem Tannenbaum nur ihre Geschenke. Nichts von ihm. Sie sieht irritiert aus. Er aber sagt nichts. Sie geben sich einen Kuß, wünschen sich „Frohe Weihnacht“. Dann geht er nach oben ins Kinderzimmer und kommt mit einem Kinderbuch zurück. Er nimmt den Kleinen in den Arm, läßt ihn das Buch durchblättern, erklärt ihm die bunten Bilder darin und liest ihm Geschichten daraus vor. Diesmal gibt es keine Photos, auf denen das ultra-neue Hardcore-Spielzeug für Kinder im Alter zwischen 3 und 6 Jahren abgelichtet wird. Keine Photos, auf denen der Junge - möglichst mit einem begeisterten Gesichtsausdruck - das sündhaft teure nächste Paket auspackt. Diesmal gibt es das alles nicht. Nur Geschichten. Irgendwann schläft der Junge dann ein.

Als sie den Kleinen zu Bett gebracht haben, überreicht die Frau ihrem Mann ihre Geschenke. Er packt sie wortlos aus; ein Buch, eine Armbanduhr und eine CD, die er sich schon lange kaufen wollte.
„Danke, vielen Dank“, sagt der Mann.
„Also gefallen Dir die Geschenke? Das freut mich.“
„Ja, Deine Geschenke gefallen mir. Aber das meinte ich nicht.“
„Was denn dann?“ fragt die Frau sichtlich irritiert.
Der Mann geht auf seine Frau zu und nimmt ihre Hände in die seinen. Er hält sie an den Händen, und diesmal nicht einfach so, nicht wie schon so oft; er hält sie an den Händen mit einem bewußten Gefühl des Haltens. Mit einem Gefühl voller Liebe. So wie damals. Gott, wie lange ist das schon her? Wie konnte ihre Liebe nur so selbstverständlich werden?
Der Mann blickt zu Boden.
„Ich möchte Dir danken. Ich möchte Dir dafür danken, daß Du meine Frau bist. Ich möchte Dir für all das, was Du die Jahre über für mich getan hast, danken. Ich möchte Dir dafür danken, daß Du mich liebst. Ich möchte Dir dafür danken, daß Du für mich da warst, wenn ich Dich brauchte. Und ich möchte Dir aus dem tiefsten Inneren meines Herzens dafür danken, daß es Dich gibt.“
Er führt seine Frau zu dem runden Holztisch, und während sie sich setzt, zündet er eine Kerze an und stellt sie in die Mitte des Tisches. Er setzt sich ihr gegenüber; dann fassen sich beide an den Händen, so daß sie das leise flackernde Licht der Kerze umarmen. Er sieht in ihre Augen, in denen sich das Kerzenlicht widerspiegelt. Was hat sie nur für schöne, strahlendblaue Augen! Er hatte es beinahe vergessen.
Dann fragt er sie:
„Wie geht es Dir?“
Und beide weinen.
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Ich wünsche Euch ein frohes Weihnachtsfest im Kreise eurer Liebsten.
Merry Christmas ~~ Buon Natale ~~ Feliz Navidad
 

Samstag, 15. Dezember 2012

Weihnachtsgedicht

Kerzenschein und Christlaterne
leuchten hell die Weihnacht’ ein.
Glocken läuten nah und ferne,
Friede soll auf Erden sein.

unbekannter Verfasser


Hallo liebe LeserInnen
ich wünsche Euch eine schöne Weihnachtszeit.






Dienstag, 17. Juli 2012

Das Einfach – nur – sein – Programm von Omnec Onec


Das Einfach – nur – sein – Programm




Ich bin in der Gegenwart, dem Jetzt
Alles ist vollkommen, ganz und ausgeglichen.
Ich will nicht mehr an alte Begrenzungen und Mängel glauben.
Ich will nicht mehr urteilen, sondern akzeptieren und verstehen.
Ich bin, wie ich geschaffen wurde, zu sein: – vollkommen und ganz.
Ich bin frei von der Vergangenheit,
sie bestimmt mich nicht, sondern ich lerne aus ihr.
Ich öffne mich der Weisheit, die Teil dessen ist, das mich schuf,
und Teil von mir ist – und in mir wohnt.
Ich strebe vorwärts zum Neuen, vorwärts, um alte Muster loszulassen.
Je mehr Groll ich loslasse,
desto mehr kann ich Liebe empfangen und Liebe geben.
Ich will alles so lieben, wie ich mir wünsche, geliebt zu werden.
Ich sehe mich selbst als ein besonderes, einzigartiges Wesen.
All meine Erfahrungen haben die Facetten des besonderen,
unvergleichlichen Juwels geschaffen, das ich bin.
Ich sehe mich als Seele
und meinen Körper nur als Fahrzeug für diese Welt.
Denn ich bin ein Teil des Schöpfers und der Energie, aus der ich kam.
Jeden Tag kann ich so sein, wie ich will,
und Gedanken denken, die erschaffen, was ich auswähle.
Ich erlaube allen, zu sein, was sie wählen.
Ich bin bei allem, was ich tue, ausgeglichen.
Ich bin kein Opfer von Umständen oder Maßstäben anderer,
sondern Meister meines Schicksals.
Ich bin ganz.
Ich gelange zur Größe dessen, was ich bin.





Wirkliche Liebe
Wirkliche Liebe ist die Energie, die vom Schöpfer fließt  und alle
Lebensformen unterstützt. Ohne sie kann nichts
existieren. Daher sind wir alle universelle, geistige
Wesen und nicht auf eine Existenz begrenzt.
Es gibt keine Grenzen für diese Liebe.

Der Schlüssel zur Schöpfung
Wir machen alle Fehler,
damit wir aus ihnen lernen können.
Ebenso müssen wir lernen, unsere negativen Anteile und
Probleme zu akzeptieren, über uns selbst zu lachen,
an das Positive und Gute zu glauben und unsere ganze
Aufmerksamkeit hierauf zu richten.
Wir dürfen nie vergessen, dass unsere Vorstellungskraft
der Schlüssel der Schöpfung ist.

Was ist Realität ?
Was ist Realität ? Realität ist nur der Blickwinkel
oder die perspektivische Sicht auf Jemanden oder
etwas. Um dies zu verstehen, sollten sie in der Lage
sein, ihren Standpunkt nötigenfalls zu ändern und zu
akzeptieren, dass jedes Individuum seinen eigenen

Omnec Onec












Mittwoch, 9. Mai 2012

Mensch – Tier

Der Mensch sagt, er sei klüger als das Tier, könne denken
Habe ein Gewissen und könne seine Schritte lenken
Doch sagt mir nun, welcher Affe tötet sein Kind im Mutterleib
Ertränkt oder erstickt es, wenn es schreit?
Welcher Kater tötet seine Frau?
Welcher Eber tötet in Wut die Sau?
Welche Tiere rotten im Krieg mit Waffen einander aus?
Verbrennen einer, löschen sich in Gaskammern aus?
Welcher Vogel zieht los mit Axt und Messer
Tötet seine Familie und sagt dann: "Es war besser!"
Welches Tier führt einen weltweiten Krieg?
Sieht letztlich nicht die Opfer, sondern den Sieg?
Welche Tiere zerstören die Welt, in der sie leben?
Vergiften Flüsse, Meere, Seen?
Opfern Tiere, Millionen ihresgleichen
Um einen Zentimeter mehr Platz auf der Erde zu erreichen?
Lassen Tiere für Macht einander sterben?
Morden Weibchen, um zu erben?
Dem es erlaubt, seinesgleichen und die Erde zu zerstören
Was wird ihm eines Tages gehören?
Bald hat der Mensch sich selbst zerstört.
Was glaubt ihr, wem dann die Erde gehört???

Bianka, 15 jahre

Dienstag, 8. Mai 2012

Die kleine Seele Serawin


Es war einmal eine kleine Seele. Die Seele hieß Serawin. Sie lebte an einen wunderschönen und ruhigen Ort. Dort war alles fröhlich und friedvoll. Die kleine Seele Serawin lebte dort mit vielen anderen kleinen Seelen. Sie beschäftigten sich mit himmlischer Literatur. Die war in großen Büchern festgehalten. Manchmal war ein Buch so schwer, das eine Seele es gar nicht tragen konnte, dann halfen die anderen Seelen. Die kleinen Seelen setzen sich zusammen und lasen gemeinsam ein himmlische Buch, dann sprachen sie über das Gelesene. Der Austausch war immer sehr friedvoll. Jeder bemühte sich, den anderen zu verstehen. Sie hörten einander aufmerksam zu. Immer wenn eine kleine Seele eine Erkenntnis hatte, brach Jubel aus. Sie tanzten dann gemeinsam  und freuten sich für die kleine Seele. Das Leben dort verlief in der gegenseitigen Würde, im Mitgefühl zu einander und in der Achtsamkeit, denn keiner der kleinen Seelen wollte eine andere kleine Seele verletzen. Sie liebten sich alle sehr, ja es war ihnen wichtig, dass es allen gut ging und sich jeder von ihnen angenommen und geliebt fühlte. So lebte die kleine Seele Serawin dort glücklich. Doch eines Tages geschah etwas Sonderbares die kleine Seele Serawin fühlte sich traurig. Sie verstand nicht, was mit ihr geschah. Da fragte sie eine andere kleine Seele um Rat. Doch auch die wusste nicht was geschehen war. Sie hatte jedoch eine gute Idee und sagte der kleinen Seele Serawin, sie solle doch in der himmlischen Literatur nachlesen, vielleicht findet sie dort die Antwort.  
Die kleine Seele Serawin begann in allen Bücher zu suchen, doch sie fand nichts geschriebenes, was ihr half. Sie war schon ganz verzweifelt, da entdeckte sie in der hintersten Ecke des himmlischen Buchregals ein dickes Buch. Es war schon ganz verstaubt. Die kleine Seele Serawin nahm es heraus. Voller Hoffnung begann sie darin zu blättern. Sie las und las, alles war sehr spannend und interessant. Das Buch handelte von Seelen, die auf Erden inkarniert waren. Das Erdenleben sollte ihnen helfen den Lichtweg zu gehen, um so zu ihrem Ursprung zurück zu kehren. Viele jedoch vergaßen, woher sie gekommen sind und verloren darüber ihren Weg aus den Augen. Sie begannen dann ihre Mitmenschen zu missachten oder verletzten sie gar. Die kleine Seele Serawin  spürte, wie die Trauer sich in ihr ausweitete. Sie begann zu weinen, so es schmerzte es sie, dass die Erdenseelen das Miteinander, das Mitgefühl oder gar die Liebe vergaßen. Jetzt wusste sie, was sie tun wollte. Sie wollte auf Erden gehen um sie zu erinnern, die Liebe zu leben.

So kam es das die kleine Seele Serawin auf Erden geboren wurde. Sie wurde in einer Familie geboren mit drei Geschwistern. Sie war die jüngste von ihnen. Ihre Eltern waren Menschen, die oftmals in großer Not sich fühlten. Aus der Not heraus waren sie ungerecht zu den Kindern und gerade Serawin gegenüber verhielten sie sich besonders ungerecht. Serawin begann daraufhin alles zu tun, damit sie sie doch liebten, doch so sehr sich auch bemühte, ihre Eltern schenken ihr keine Liebe. Serawin fühlte so viel Kälte von ihren Eltern, fühlte sich abgelehnt und ausgeschlossen. Die Geschwistern von Serawin schien dies nicht zu stören, sie fragten ihre Eltern nicht, weshalb sie Serawin nicht liebten.  Ja, auch sie fanden dass mit Serawin etwas nicht stimmte. Sie fanden Serawin merkwürdig und konnten keinen Kontakt zu ihr aufbauen. Serawin wurde darüber verunsichert und sehr traurig. Sie begann an sich zu zweifeln. Sie dachte, sie könne ihren Gefühlen und ihre Gedanken nicht mehr vertrauen. So strengte sie sich noch mehr an, wollte alles richtig machen, damit die Eltern sie lieben konnten. Doch wie sehr sie sich auch anstrengte niemals schien es ausreichend zu sein.

Auch ihre Mitmenschen kümmerten sich nur um sich selbst, jeder wollte das Beste haben.  So wie ihre Eltern waren für sie materielle Werte von Wichtigkeit. Das machte Serawin sehr traurig, da sie so sehr gehofft hatte, in einen von ihnen einen Freund zu finden.

Der einzige Trost der ihr blieb, war zu beten. So betete sie jeden Abend zu Gott, dass er ihr helfe dass ihre Eltern sie lieben könnten oder sie einen Freund findet der so ist wie sie. Doch die Gebete schienen nicht erhört zu werden. Aber ein Wissen in ihr ließ sie weiter beten, in der Hoffnung, dass eines Tages ihr Gebet erhört würde.

Die Eltern hatten viel Arbeit, viel zu tun und es kümmerte sie nicht wie Serawin sich fühlte, für sie war es wichtig das die Leistung gut war, die sie erbringen sollte. Dies war sehr anstrengt für Serawin, denn so sehr sie sich auch bemühte, es reichte niemals aus um die Eltern zufrieden zu stellen. So vergingen viele irdische Jahre. Oftmals träumte sie davon geliebt und angenommen zu werden. Sie wusste dass sie dies schon mal erfahren hatte, doch konnte sie sich nicht daran erinnern, wann dies gewesen war. Doch sie wollte nicht aufgeben, so lebte sie immer in der Liebe und im Mitgefühl zu ihren Eltern, ihren Geschwistern und den anderen Mitmenschen. Sehr oft wurde sie enttäuscht, doch Serawin gab nicht auf. So wuchs sie heran immer in der Hoffnung, dass ihre Eltern sie eines Tages lieben würde.  

Als sie im irdischen Alter von zwanzig Jahren war, wurde sie sehr krank. Nun glaubte sie müssten sich ihre Eltern doch um sie kümmern. Doch die Eltern gingen weiter ihrem Leben nach. Serawin kam ins Krankenhaus, so schrecklich schwach fühlte sie sich. Im Krankenhaus waren viele Menschen  sie hatten große Schmerzen. Sie alle hatten großes Leid. Serawin spürte dass auch sie die Liebe suchten. So schenkten sie ihnen ihre Liebe und ihr Mitgefühl.
Ihre Eltern kamen selten zu Besuch, Sie sagten Serawin das sie so viel  Arbeit hätten, daher fehlte ihnen die Zeit. Dies machte sie sehr traurig und verzweifelt. Es ging Serawin sehr schlecht, sie glaubte schon, dass ihr Leben beendet sei. Da begann sie zu beten. In ihrem Gebet bat sie Gott ihr ein Zeichen zu schenken. Im ersten Augenblick geschah nichts, doch dann wurde es mit einem mal ganz hell im Raum und ein Engel erschien Serawin. Der Engel war wunderschön. Er hatte große weiße Flügel und sein Gewand war in einem leuchtenden Gold. Sehr viel Liebe floss von ihm zu Serawin. Sie spürte es ganz deutlich. Da begann der Engel zu ihr zu sprechen.  Er sprach in einem sanften Tonfall zu ihr. Serawin hörte ganz klar und deutlich seine Worte, die ihr sagten dass er sie liebe und von nun an begleiten würde. Sie sei nun nie wieder allein. Er würde sie schützen und ihr helfen die Liebe ihre Eltern zu finden. Sie verstand nicht genau was er meinte, dass sie die Liebe der Eltern finden müsse, doch ihr Freude war so groß, dass sie nun ganz schnell gesund werden wollte.

Serawin wurde gesund und begann ihr Leben zu verändern. Sie beschäftigte sich mit spirituellen Themen. Darüber erhielt sie viele Erkenntnisse, die sie stärkten und Selbstbewusst machten. Serawin lernte dort viele Mitmenschen kennen, die so waren wie sie. Es war als hätte sie endlich die Familie gefunden, nach der sie sich immer gesehnt hatte. Sie versuchte nun nicht mehr die Liebe der Eltern sich zu erarbeiten. Sie begann sich in ihrer Art zu akzeptieren und anzunehmen. Je mehr ihr dies gelangt, desto mehr Liebe fühlte sie für sich. Darüber geschah es das sie mit ihren Eltern und den Mitmenschen, die ihr so viele Verletzungen gegeben hatten, Schritt für Schritt in den Frieden gehen konnte.  

So vergingen viele Jahre. Serawin fand darüber ihre Fähigkeiten und besondere Gaben. Durch den Weg der ihr Engel ihr wies, lernte sie, dies in ihr Leben einfließen zu lassen. So hatte sie ihr Glück fast gefunden. Sie verstand mehr und mehr die Art ihrer Eltern und  ganz selten noch war der Wunsch in ihr, das ihre Eltern sie doch lieben sollten. Dann sprach sie ein Gebet, mit der Bitte, das ihr Wunsch sich erfüllen sollte und sie die Liebe der Eltern zu ihr findet.

Eines Tages nun geschah es, dass ihr Engel eine große Lichtsäule ihr zeigte. In der Lichtsäule standen sie und ihre Eltern. Dann geschah etwas Wundersames. Die Menschen wandelten ihre Form. Die menschliche Gestalt löste sich auf und eine Lichtgestalt kam zum Vorschein. Ihr Engel sagte ihr, dass sie nun die Seelengröße erkennen könnte.  Sie sah sich selbst ganz groß und in strahlenden hellen licht. Ihre Eltern dagegen waren viel kleiner, ihr Licht strahlte noch nicht so hell wie das Ihrige. Serawin fragte was dies bedeutet, da sagte ihr Engel. Ihre Seele sei älter als die der Eltern. Die Eltern seien in ihrem Seelenalter junge Seelen, die noch viel lernen müssten. Sie betrachtet die Seelen der Eltern und fühlt eine angenehme Wärme in sich aufsteigen.  Serawin spürte jetzt zum ersten Mal die Liebe ihrer Eltern.
Da verstand Serawin mit einem Mal, das ihre Eltern sie gar nicht so lieben konnten, wie sich das immer gewünscht hatte. Sie waren ja viel jünger als sie und konnten auch dementsprechend nur lieben. Ihr Engel sagte ihr, dass sie auf Erden sei, um ihnen zu helfen, zu wachsen und das sie ihnen helfen wollte die Liebe zu geben, um darüber Frieden zu finden.

Dann löste sich die Lichtsäule auf.  Serawin sah ihren Engel an und bedankte sich bei ihm. Nun hatte sie die Liebe der Eltern gefunden. Sie war glücklich. Von da an spürte sie Verbundenheit mit ihren Eltern. Sie konnte nun anderes mit ihnen sein und freute sich jemals wenn sie ihnen ihre Liebe schenken durfte, im Wissen das diese gerade dabei waren Liebe in andere Art und Weise zu erlernen. In der Art und Weise wie Serawin dies lebte. In der Würdigung, Achtung, Mitgefühl und Miteinander, damit auch sieden Weg  in die Heimat fanden.

Birgit Aulich

Freitag, 6. April 2012

Karfreitagsgebet


Wir beten dich an, Gott, der du dich niedrig gemacht hast,
damit wir die Niedrigkeit nicht fürchten müssen.
Wir beten dich an, Christus, der du Gott Vater genannt hast
auch dann, wenn du am ihm verzweifelt bist.
Wir beten dich an, Heiliger Geist, der du unserer Schwachheit
aufhilfst und mit uns dein Reich auf Erden baust.
Wir bitten dich:
Lass dein Kreuz Trost sein denen,
die im Schatten des Todes leben.
Wir rufen: Herr, erbarme dich.
Lass dein Kreuz Trost sein denen,
die um deines Namens willen leiden müssen.
Wir rufen: Herr, erbarme dich.
Lass dein Kreuz Trost sein denen,
deren Körper und Seelen gepeinigt sind.
Wir rufen: Herr, erbarme dich.
Lass dein Kreuz Trost sein denen,
deren Gemüter verdüstert sind.
Wir rufen: Herr, erbarme dich.
Lass dein Kreuz Trost sein denen,
die Versöhnung suchen bei sich und in der Welt.
Wir rufen: Herr, erbarme dich.
Wir beten dich an, Gott Vater, Sohn und Heiliger Geist,
mit allen, die im Himmel, auf Erden und unter der Erde sind.
Dein Reich ist nicht von dieser Welt; darum führe uns durch
den Tod ins Leben mit dir, der du lebst von Ewigkeit zu Ewigkeit.
Amen.

Donnerstag, 8. März 2012

Zum Weltfrauentag

Noch immer gibt es Hunger, Leid,
in unsrer so modernen Zeit,
Noch immer gibt’s Gewalt und Not,
in unserer Zeit – unnötig Tot.

Noch immer gibt es heute Frauen,
die sich selber gar nichts trauen.
Noch werden Frauen unterdrückt,
in unserer Zeit – das ist verrückt.

Noch immer werden sie beschnitten,
haben schon genug gelitten.
Noch immer werden sie geschlagen
Trauen sich selber nicht’s zu sagen.

Noch immer schauen wir nur weg,
und denken, es hat keinen Zweck.
Noch immer brauchen diese Frauen
UNS – weil sie sich selbst nicht trauen.

Verfasser unbekannt

Mittwoch, 7. März 2012

Der Seelenvogel


Der Seelenvogel

Tief, tief in uns wohnt die Seele.
Noch niemand hat sie gesehen,
aber jeder weiß, dass es sie gibt.
Und jeder weiß auch, was in ihr ist.

In der Seele,
in ihrer Mitte,
steht ein Vogel
auf einem Bein.
Der Seelenvogel.
Und er fühlt alles,
was wir fühlen.
Wenn uns jemand verletzt,
tobt der Seelenvogel in uns herum;
hin und her, nach allen Seiten,
und alles tut ihm weh.

Wenn uns jemand lieb hat,
macht der Seelenvogel fröhliche Sprünge
kleine, lustige,
vorwärts und rückwärts,
hin und her.

Wenn jemand unseren Namen ruft,
horcht der Seelenvogel auf die Stimme,
weil er wissen will,
ob sie lieb oder böse klingt.

Wenn jemand böse auf uns ist,
macht sich der Seelenvogel ganz klein
uns ist still und traurig.

Und wenn uns jemand in den Arm nimmt,
wird der Seelenvogel in uns
größer und größer,
bis er uns fast ganz ausfüllt.
So gut geht es ihm dann.

Ganz tief in uns ist die Seele.
Noch niemand hat sie gesehen,
aber jeder weiß, dass es sie gibt.
Und noch nie,
noch kein einziges mal, wurde
ein Mensch ohne Seele geboren.
Denn die Seele schlüpft in uns,
wenn wir geboren werden,
und sie verlässt uns nie,
keine Sekunde,
solange wir leben.
So, wie wir auch nicht aufhören zu atmen
von unserer Geburt bis zu unserem Tod.

Sicher willst du wissen,
woraus der Seelenvogel besteht.
Das ist ganz einfach.
Er besteht aus Schubladen.
Diese Schubladen können wir
nicht einfach aufmachen,
denn jede einzelne ist abgeschlossen
und hat ihren eigenen Schlüssel.
Und der Seelenvogel ist der einzige,
der die Schubladen öffnen kann.
Wie?
Auch das ist ganz einfach:
mit seinem Fuß.

Der Seelenvogel steht auf einem Bein.
Das zweite hat er, wenn er ruhig ist,
an den Bauch gezogen.
Mit dem Fuß dreht er den Schlüssel
zu der Schublade um,
die er öffnen will,
zieht am Griff,
und alles, was darin ist,
kommt zum Vorschein.

Und weil alles, was wir fühlen,
eine Schublade hat,
hat der Seelenvogel viele Schubladen.
Es gibt eine Schublade für Eifersucht
und eine für Hoffnung.
Es gibt eine Schublade für Enttäuschung
und eine für Verzweiflung.
Es gibt eine Schublade für Geduld
und eine für Ungeduld.
Auch für Hass und Wut und Versöhnung.
Eine Schublade für Faulheit und Leere
und eine Schublade für die
geheimsten Geheimnisse.
Diese Schublade wird fast nie geöffnet.
Es gibt auch noch andere Schubladen.
Du kannst selbst wählen, was drin sein soll.

Manchmal sind wir eifersüchtig
ohne dass wir es wollen.
Und manchmal machen wir etwas kaputt,
wenn wir eigentlich helfen wollen.
Der Seelenvogel gehorcht uns nicht immer
und bringt uns manchmal
in Schwierigkeiten...
Man kann schon verstehen,
dass die Menschen verschieden sind,
weil sie verschiedene Seelenvögel haben.
Es gibt Vögel,
die jeden Morgen die Schublade
"Freude" aufmachen.
Dann sind die Menschen froh.
Wenn der Vogel
die Schublade "Wut" aufmacht,
ist der Mensch wütend.
Und wenn der Vogel
die Schublade nicht mehr zuschließt,
hört der Mensch nicht auf, wütend zu sein.

Manchmal geht es dem Vogel nicht gut.
Dann macht er böse Schubladen auf.

Geht es dem Vogel gut,
macht er Schubladen auf, die uns gut tun.
Manche Leute hören den Seelenvogel oft,
manche hören ihn selten.
Und manche hören ihn
nur einmal in ihrem Leben.
Deshalb ist es gut, wenn wir
auf den Seelenvogel horchen,
der tief, tief in uns ist.
Vielleicht spät abends,
wenn alles still ist....


Verfasser: Michal SSunit und Na'amaGolomb